Schröpfen bezeichnet jenes Naturheilverfahren, bei dem zur Therapie Schröpfköpfe verwendet werden.

Die Schröpfgläser werden auf die Haut gesetzt und durch Erwärmen oder Absaugen der Luft entsteht ein Vakuum, das die Haut in das Glas zieht. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, Verspannungen gelöst und der Energiefluss im Körper harmonisiert.

Die Methode

Trockenes Glasschröpfen

01

Ohne Punktion

Beim trockenen Glasschröpfen wird die Haut nicht eingeritzt. Die Schröpfgläser werden direkt auf die intakte Haut aufgesetzt und erzeugen einen sanften Unterdruck.

02

Keine offenen Wunden

Die Behandlung hinterlässt keine offenen Wunden. Es können lediglich harmlose Hautrötungen oder leichte Blutergüsse entstehen, die nach wenigen Tagen abklingen.

03

Kein Blutschröpfen

Im Gegensatz zum blutigen Schröpfen wird beim trockenen Verfahren kein Blut entnommen. Die Wirkung entfaltet sich allein durch den Unterdruck auf der Hautoberfläche.

Wirkung

Wie wirkt Schröpfen?

01

Energetisch

Das Schröpfen aktiviert und harmonisiert den Energiefluss im Körper, löst Blockaden und stellt das energetische Gleichgewicht wieder her.

02

Stoffwechselprodukte über die Haut abgeleitet

Durch den Unterdruck werden Stoffwechselprodukte und Giftstoffe an die Hautoberfläche gezogen und können vom Körper leichter abtransportiert werden.

03

Sauerstoff ins Gewebe

Die verbesserte Durchblutung sorgt dafür, dass mehr Sauerstoff und Nährstoffe in das behandelte Gewebe gelangen und die Zellregeneration gefördert wird.

04

Heilung beschleunigt

Die Kombination aus verbesserter Durchblutung, Entgiftung und Energieharmonisierung beschleunigt die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers spürbar.

Anwendungsgebiete

  • Verspannungen
  • allgemeinen und chronischen Schmerzen im Rücken- und Halswirbelbereich
  • akuter Bandscheibenvorfall
  • Gelenkschmerzen
  • Rheuma
  • Atemwegsbeschwerden, Asthma
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Depressive Verstimmung, Angstzustände
  • Burn-out
  • Tinitus 
  • Schlafstörung
  • Allergien, Heuschnupfen

Wo die Natur einen Schmerz erzeugt hat, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft. Ist die Natur nicht imstande, diese selbst auszuleeren, so muss der Arzt an dieser Stelle eine künstliche Öffnung machen, um ihr zu Hilfe zu eilen.

— Paracelsus (1493–1541)

Geschichte des Schröpfens

400 v. Chr.

Hippokrates

Der griechische Arzt Hippokrates dokumentierte detailliert die Anwendung des Schröpfens und empfahl es als Behandlung für verschiedenste Beschwerden.

1500 v. Chr.

Ayurveda

In der ayurvedischen Medizin wird das Schröpfen als integraler Bestandteil der Panchakarma-Reinigungstherapie eingesetzt und verfeinert.

2200 v. Chr.

Ägypten

Der Papyrus Ebers, eines der ältesten medizinischen Dokumente, beschreibt das Schröpfen als etablierte Heilmethode im alten Ägypten.

3300 v. Chr.

Mesopotamien

Erste Aufzeichnungen über Schröpfpraktiken finden sich in mesopotamischen Keilschrifttafeln. Heiler verwendeten Tierhörner, um Unterdruck auf der Haut zu erzeugen.

Impressionen